Verkauf von Uhren und Schmuck sowie Reparaturen von Uhren, Neuanfertigung und Umarbeitung von Schmuck – all das gehört zur täglichen Arbeit des Goldschmiedmeisters Christoph Jungmann. Hier finden Sie Uhren modern, klassisch bis hochwertige Uhren sowie Schmuck in Platin-, Gold-, Silber und Edelstahl für Damen, Herren und Kinder. Reparaturen werden in der eigenen Werkstatt ausgeführt.

 

 Aufbau- und Entstehungsgeschichte

Seit 35 Jahre ist Herr Jungmann als Goldschmied in seinem Beruf tätig. Bereits wenige Monate nach Abschluss der Meisterprüfung im Jahr 1994 machte er sich im elterlichen Betrieb in Köllerbach, Hauptstrasse 24 selbstständig. Als 2. Standbein übernahm er 2002 noch ein Geschäft in Pirmasens, das er aber im September 2019 aufgab. Grund dafür war der lange Arbeitsweg, den er täglich antreten musste. Im Jahr 2006 wurde das Geschäft in Köllerbach geschlossen und im Privathaus nebenan ein kleines Atelier eröffnet. Als er im September 2019 das Geschäft in Pirmasens verkaufte erweiterte er das Atelier und ist seitdem auch täglich mit festen Öffnungszeiten von Montag – Freitag 9 Uhr – 17 Uhr.

Der Anfang lief gut. Die Verkaufsfläche hat sich auf eine übersichtliche Größe verkleinert, der Weg zur Arbeit wurde stressfrei und auch ohne Schaufenster konnte Herr Jungmann Publikumsverkehr anziehen. Seine Kunden kommen jedoch nicht nur aus Püttlingen. Einige Kunden aus Pirmasens bleiben ihm weiterhin treu, auch Menschen aus Saarbrücken und Saarlouis verschlägt es in das Atelier in Köllerbach und sogar aus den Nachbarländern reisen Kunden an – Ein Guter Start für den neuen Laden.

 

Ein kleiner Teil des Verkaufsbereiches im Atelier

 

Albtraum eines jeden im Bereich Handwerkberuf

Im August dann jedoch der Albtraum eines jeden, der in einem handwerklichen Beruf arbeitet. Christoph Jungmann hat einen schweren Arbeitsunfall. Seine Hand gerät in eine der Maschinen und er verletzt sich somit das wichtigste Werkzeug eines Goldschmiedes. Zeige-und Mittelfinger wurden angeschnitten, ein Teil des Ringfingers konnte nicht gerettet werden.

In Zeiten, in denen jeder durch Corona mit erschwerten Arbeitsbedingungen zu kämpfen hat, fällt er also ganz aus. Bis März 2021 war er eigentlich krankgeschrieben. Im Januar begann er bereits mit kleinen Arbeiten. Ein wenig eingeschränkt sei er durch die Verletzung schon, doch er habe sich daran gewöhnt und gelernt damit umzugehen.

 

Zurück ins Arbeitsleben – Und das während Corona

Ein Jahr nach Beginn der Pandemie fing er also wieder an zu arbeiten. Die Lage hat sich leider nicht verbessert. ,,Es ist eine Katastrophe, vor allem wirtschaftlich.‘‘, erzählt er. ,,Die Auswirkungen werden wir wohl noch länger merken, als das ganze schon andauert.‘‘

Abgesehen davon bedauert Herr Jungmann, dass das freie Arbeiten mit den Kunden verloren ging. In Zeiten des Lockdowns konnte man beispielsweise Schmuck, der repariert werden muss, an der Haustür abgeben. Mehr Kundekontakt gab es nicht.

Keine persönlichen Gespräche, kein Handschlag, mit denen Herr Jungmann seine Kunden immer begrüßt hat, keine Normalität. Das sei die größte Umstellung in seinem Arbeitsleben.

 

Der Arbeitsplatz von Christoph Jungmann

 

Probleme, die Corona mit sich bringt

 Seine Dienstleistung als Goldschmied kann er auch in den schlimmsten Coronazeiten immer anbieten, denn in der Werkstatt arbeitet er alleine. Nur für den Verkauf, bei dem ihm seine Frau unterstützt, sehe es schlecht aus. Auch dadurch, dass er Inhaber des Ateliers ist, muss er nicht um seine Existenz fürchten, die Lage sei trotzdem höchst schwierig.

Um sich auch nach Außen zu präsentieren plant Herr Jungmann den Bau eines Schaufensters. Soweit sei alles fertig ausgemessen und bereit für den Einbau. Im Weg stehe jetzt nur noch Corona.

Es sind auch vor allem Lieferungen von Waren und Ersatzteilen, die große Probleme bereiten. Immer wieder kommt es zum Lieferverzug. Auch die Corona-Notbremse stelle vor allem seine Branche ,,die ja mehr oder weniger Luxus ist‘‘, vor Probleme.

 

Umgang mit der jetzigen Situation

Herr Jungmann versuche sich trotzdem auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und sich nicht zu viele Gedanken zu machen. Eine Einstellung, die auch seinem Unfall verschuldet ist. Er habe realisiert, wie schnell es ,,vom einen auf den anderen Tag einfach vorbei sei kann‘‘. Einige Ansichten haben sich nun etwas geändert. Er sehe das Ganze auf keinen Fall lockerer, habe aber bemerkt, dass es wichtigeres im Leben gibt, als sich die ganze Zeit mit dem Thema Corona zu beschäftigen.

Er sagt, dass er im Moment einfach nur heil froh und dankbar ist, dass er seine Hand bewegen und seinen Beruf weiter ausüben kann.

 

Mehr Infos:

Facebook: https://www.facebook.com/Atelieruhrenschmuckjungmann-109827500878363/

Verkauf Trauringe: https://trauringe-saarbruecken.eu/bestellungen_kunden.php

Bildquelle: https://www.facebook.com/Atelieruhrenschmuckjungmann

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